Aufbau und Funktion der Patronenfilter PF-PFE-PFV

 

Die Patronenfilter sind in Stahlschweißkonstruktionen ausgeführt. Bei der Konstruktion und der Berechnung werden die Bestimmungen und Richtlinien für den Bau von Druckbehältern nach AD-Merkblättern, DVGW-Arbeitsblatt G 498  zugrunde gelegt. Ausführungen nach anderen Normen sind möglich. Das Gas strömt durch den Eintrittsstutzen in das Filtergehäuse. Größere mitgeführte Verunreinigungen bzw. Schmutzpartikel werden beim Eintritt des Gases in den Behälter, bedingt durch die verlangsamte Steiggeschwindigkeit, bereits ausgeschieden und sammeln sich im unteren Filterteil an. Danach durchdringt das Gas den Sternfaltenpapier-Filtereinsatz von außen nach innen. Verunreinigungen werden zurückgehalten. Das gereinigte Gas strömt durch den Austrittsstutzen weiter.

 

Filterelemente

 

Das Filtermaterial ist in Patronenform gefasst. Für Abscheidegrade bis zu 99,5% bei 2 µm bieten wir imprägnierte-Zellulose Patronen an.

Bitte beachten Sie die beiliegenden Datenblätter über die Filterelemente.

Dieses Filtermaterial ist in Sternform gefasst. Die Filterflächenbelastung richtet sich nach den Einsatzbedingungen. Die in den Mess-Tabellen angenommene Flächenbelastung sind Mittelwerte.

 

Austausch der Filterelemente

 

Folgende Sicherheitsvorschriften und Richtlinien sind zu beachten:

  1. Armaturen vor und nach dem Filter schließen.
  2. Filter unbedingt entlüften, d.h. drucklos machen.
  3. Filterdeckel bzw. Segmentverschlußplatte abnehmen.
  4. Filterpatronen nach lösen der Befestigung herausnehmen, und unbedingt darauf achten daß keine Verunreinigungen in den Filterausgang fallen.
  5. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Betriebes empfiehlt es sich, einen kompletten Reserve-Filterpatroneneinsatz auf Lager zu halten.
  6. Beim Wiedereinsetzen unbedingt Auflageflächen bzw. Dichtkante von allen Verschmutzungen reinigen. Ebenso die Auflagefläche der Patronen-verschlußplatte.

Achtung: Die nachgeschalteten Geräte sind nur dann wirkam gegen Schmutz geschützt, wenn diese Arbeiten mit größter Sorgfalt durchgeführt werden.                                 

 

Verschließen des Filters

 

1. Mit Normal-Schraubverschluß:

 

  • Dichtung erneuern und Dichtflächen reinigen, Dichtung aufsetzen
  • Verschlußdeckel justieren und vorsichtig auflegen
  • Schrauben einsetzen und diametral leicht anziehen
  • danach Schrauben, ebenfalls diametral festziehen

 

2. Mit Segmentverschluss

  • O-Ring erneuern und die Innenseite sowie die O-Ring-Nut im Segmentverschlußdeckel mit einem weichen, sauberen Tuch reinigen.
  • danach mit Silikonfett leicht einfetten.
  • den Deckel mit aufgespanntem O-Ring in den Verschluß einbringen und danach durch die Segmente sichern.
  • ein verkanten des Deckels ist unbedingt zu vermeiden
  • Sicherheitsentlüftung im Deckel verschließen

 

Temperaturen

 

Bei den  Patronenfilter wird eine Betriebstemperatur von  -10°C bis +60°C zugrunde gelegt. Andere Betriebtemperaturen sind möglich.

 

Differenzdruckanschluß

 

Die Filter sind mit zwei Muffen G1/2 für Differenzdruck versehen.
Der Anbau eines Differenzdruckwächters wird empfohlen.

 

Staubablassanschluss

 

Sämtliche Patronenfilter sind mit einem Staubablassanschluss (Muffe bzw. Stutzen) versehen. Im Normalfall ist dieser mit einem Stopfen bzw. Blindflansch verschlossen.

 

Werkstoff

 

Stahl oder Edelstahl

 

Sonderausführung

 

Alle Patronenfiltertypen sind mit anderen Nennweiten und Stutzenstellungen möglich

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